Wärmepumpen mit Erdsonde oder Luft

Wärmespeicher der Natur nutzen

Kostengünstig und ökologisch heizen mit der Wärmepumpe

Vor zehn Jahren hatten Wärmepumpen Seltenheitswert, heute haben sie Konjunktur: Zirka 15.000 Geräte wurden im Jahr 2007 in der Schweiz verkauft. Bauherren und Modernisierer schätzen vor allem die niedrigen Betriebskosten und die Umweltfreundlichkeit von Wärmepumpen. Denn die Geräte nutzen zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung überwiegend die Sonnenwärme, die in der Natur gespeichert ist. Sie arbeiten nach dem technischen Prinzip eines Kühlschranks, jedoch mit einem anderen Zweck. Ein Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt diese über das Rückwandgitter wieder ab, eine Wärmepumpe bezieht die Energie aus der Natur und überträgt sie per Wärmetauscher auf das Heizsystem. Als Wärmequellen stehen Luft, Erdreich und Grundwasser zur Auswahl. Luft hat den Vorteil, leicht zugänglich zu sein. Erdreich und Grundwasser sind optimale Wärmespeicher mit einer Temperatur, die das ganze Jahr über relativ konstant bleibt. Das Erdreich wird über Flächenkollektoren oder Erdsonden, das Grundwasser über Brunnen erschlossen.

Die Funktionsweise der Anlagen ist identisch – unabhängig von der Wärmepumpenart: In einem Kreislauf zirkuliert ein FCKW-freies Kältemittel. Dieses Kältemittel nimmt die Umgebungswärme (zum Beispiel die des Bodens) auf. Das im Ursprung flüssige Kältemittel verdampft durch die von der Umwelt aufgenommene Wärmeenergie und wird in einem Verdichter auf einen höheren Druck gebracht. Die Druckerhöhung steigert die Temperatur, der Kältemitteldampf wird auf eine höhere Temperatur „gepumpt“. Im Wärmetauscher überträgt der „erhitzte“ Dampf seine Wärme an das Heizungswasser und verflüssigt sich dabei. Nach anschließender Druckminderung liegt das Kältemittel wieder in seiner ursprünglichen Form vor und der Kreislauf beginnt von neuem.

 

Bei modernen Wärmepumpen von Buderus stammen bis zu drei Viertel der Heizenergie aus dem kostenlosen Energiespeicher der Natur. Um die entzogene Wärme auf ein hohes Temperaturniveau zu bringen, ist nur ein geringer Anteil an elektrischer Energie erforderlich. Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen, wenn die Temperatur des Wassers im Heizsystem niedrig ist.

Technik

  • Monovalenter Betrieb möglich, der den gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes deckt
  • Geräteaufstellung im Keller (IR) oder ausserhalb des Gebäudes (AR)
  • Hochwirksames Schalldämmpaket für das Innengehäuse
  • Die Wärmepumpe wird rein elektrisch betrieben
  • Nicht brennbares, ozonneutrales FCKW-freies Sicherheitskältemittel R404A

Vorteile

  • Die Wärmequelle Luft ist unbegrenzt vorhanden
  • Heizbetrieb bis -20°C Aussentemperatur
  • Geringer Platzbedarf
  • Servicefreundlich durch leicht abnehmbare Seitenverkleidung
  • Flüsterpaketausstattung für sehr leisen Betrieb
  • Hochleistungs-Wärmetauscher
  • Leistungsstark durch energieoptimierte Fuzzy-Logic-Abtauung und Kreislaufumkehrbetrieb